In der realen Welt orientieren wir uns an solchen Keywords wie „fair“, „bio“, „grün“, „regional“, „saisonal“ oder nutzt die Zero-Waste Prinzipien refuse, reduce, reuse, recycle und rethink. Aber was machen wir im Internet, also in der digitalen Welt!? Solche Begriffe gibt es auch in der digitalen Welt, nur leider können viele nichts mit Begriffen wie OpenSource, HTTPS oder Cloud anfangen. Ich und viele andere tolle Menschen die ich in letzter Zeit kennenlernen durfte versuchen nachhaltig zu handeln, weil wir gewissen Werte haben hinter denen wir stehen. Daher bedrückt es mich oft wenn ich total für Nachhaltigkeit sensibilisierte Menschen sehe, die sich im digitalen allerdings ganz anders verhalten und in diesem „virtuellen“ Raum garnicht nach den Werten die sich haben handeln. Das liegt unter anderem an der Intransparenz der Dienstanbieter, an Netzwerkeffekten und schlicht an Unwissenheit über manche Begriffe und Konzepte. Den letzten Punkt möchte ich in diesem Artikel angehen. Ich versuche dabei nicht äußert fachlich zu sein, sondern es stark zu vereinfachen, sodass jeder Leser in seinem Handeln vielleicht etwas informierter entscheiden kann wie er künftig in der digitalen Welt agieren möchte 🧑‍🏫

Einen Startpunkt aus fachlicher Sicht bieten einige der Forderungen aus der Bits & Bäume Bewegung, die aus einer Fachkonferenz zu dem Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit, hervorgegangen ist:

Nun fragt man sich was für Anforderungen ergeben sich denn daraus an die Dienste und Produkte die wir nutzen? Hier ein paar Beispiele:

Wesentliche Begriffe (wichtig für das weitere Verständnis)

Apps / Software

Alles was als App bezeichnet wird, ist nichts anderes als eine Software / ein Programm. Früher hat man Software gekauft und diese vollständig erworben, das heißt die Dateien (der Code) damit die Software läuft war z.B. auf einer CD und anschließend auf eurem PC. Heutzutage ist das in den meisten Fällen ganz anders. In der Regel habt ihr zwar eine App installiert, aber der Großteil der Software die ihr nutzt liegt bei jemand anderem (meistens einem Unternehmen) auf dem PC. Darauf greift ihr mit Hilfe des Internets zu und der PC des anderen wird dann Cloud genannt. Die meisten Apps auf eurem Smartphone dienen nur der Anzeige von dem was auf einem anderen Computer (der Cloud) passiert und damit sind meist auch alle Inhalte auf dem anderen Computer und nicht auf eurem.

„THERE IS NO CLOUD, IT’S JUST SOMEONE ELSE’S COMPUTER“

Der zweite wichtige Punkt ist jede Software kostet etwas, da Menschen dahinter stehen die sie entwickeln. Die Frage ist nur bezahlt man dafür mit Geld, eigener Arbeitsleistung oder wird man ist in der Regel selber ein Produkt was weiterverkauft wird.

Quelltext

Als Quelltext bezeichnet man den menschenlesbaren Text also die Menge aller Dateien, die dann von einem Computer, egal ob ein Server eine Cloud, euer Handy oder eure Waschmaschine interpetiert werden um bestimmte Dinge für euch zu berechnen oder auszuführen. Der Quelltext ist sozusagen der vollständige Bauplan einer Software / App!

OpenSource

Open Source ist der Begriff für Software / Apps bei denen der Quelltext öffentlich zugänglich ist und kann jedermann eingesehen, geändert und genutzt werden. Open-Source-Software kann, als einzige Ausnahme zum eben gemachten Statement, meistens kostenlos genutzt werden. OpenSource Software ist also Gemeingut und hat neben diesem wichtigen Punkt weitere Vorteile:

  • oft schnelles Entdecken von Sicherheitslücken, weil alle Menschen den Quelltext / Code einsehen können
  • Prüfung auf Hintertüren für Geheimdienste und Unternehmen
  • Keine Abhängigkeit von Herstellern / großen Konzernen
  • Kann meist selbst gehostet werden → Besitz der Daten bleibt bei euch 🙂
  • meist keine Kosten für Nutzung oder Spenden / Pay-what-you-can Modelle
  • Förderung von offenen Standards und Lizenzen

Closed Source, also proprietäre (nicht offene / freie) Software trägt darüber hinaus zum Digital Divide bei, da so nicht jeder Mensch aufgrund von technischen und sozioökonomischen Faktoren Zugang dazu hat.

Abb. : Eine Auswahl verschiedener Tools mit Einordnung in Open/Closed Source

Protokoll

Das ist im Prinzip eine Vereinbarung zwischen zwei technischen Geräten, darüber wie Informationen ausgetauscht werden.

Es gibt standartisierte und offene Protokolle wie beispielsweise das Signal-Protokoll, welches vom gleichnamigen Messenger Signal verwendet wird. Dies ist positiv für ein freies Netz, die Sicherheit und das Vertrauen in den Dienst. Es gibt aber auch nicht freie und einsehbare Protokolle, Facebook beispielsweise hat das Signal-Protokoll genommen und verwendet es modifiziert in dem Messenger WhatsApp, sodass besonders Gruppenchats dort als nicht sicher gelten.

Verschlüsselung

Verschlüsselung macht aus eurem Klartext „Hallo, wie gehts dir?“ und einem Schlüssel, den nur ihr und/oder der Empfänger haben solltet, einen nicht mehr lesbaren Text → „$67)Hs$am%Ü0x9W)Xja4aL“. Nur so bleiben die Informationen (Text, Bilder, Videos) die ihr austauscht vertraulich. Das ist nicht nur für Kontodaten, eure Familienbilder etc. wichtig sondern im Allgemeinen wichtig für die persönliche Selbstbestimmung und Privatsphäre. Zumindest solltest du die Kontrolle haben welche Daten von dir wie erhoben und verwendet werden, aber meist kannst du die Dienste dann garnicht nutzen, weil du um Anfang den AGBs zustimmen musst, die nebenbei auch noch bewusst so geschrieben sind das sie niemand verstehen kann. Übringes gibt es auf Terms of Service Didn’t read eine Einschätzung zu AGBs bekannter Unternehmen.

Wenn man sich Kommunikation im Allgemeinen anschaut, gibt es drei „Orte“ an denen eine Nachricht sich aufhält. Beim Sender/Empfänger, auf dem Übermittlungsweg und ggf. bei einer zentralen Instanz oft Anbieter der Dienste. Bei der Übermittlung nutzt man SSL/HTTPS, die meiste Kommunikation ist heutzutage bei der Übertragung verschlüsselt. Eine Ausnahme ist hier der E-Mail Verkehr, dabei trifft man schon noch auf den ein oder anderen nicht per TLS verschlüsselten E-Mail Client bzw. Anbieter. Darüber sollten also keine sensiblen Informationen übertragen werden. Wenn Informationen beim Sender und Empfänger auf den jeweiligen Endgeräten verschlüsselt werden nennt man dies Ende-zu-Ende Verschlüsselung. In diesem Fall kann auch ein möglicher Dienstanbieter bei dem die Informationen zentral gebündelt werden keine Informationen mitlesen.

Informationelle Selbstbestimmung / Datensouveränität

Darunter versteht man, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Es handelt sich dabei nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts um ein Datenschutz-Grundrecht. Datensouveränität ist ein neuerer Begriff durch den allerdings die Zweckbindung der Erhebung und die Sparsamkeit im Umgang mit personenbezogenen Daten ausgehebelt wird.

Dienstanbieter und Vertrauen (Trust)

Privatsphäre und Sicherheit basieren nicht allein auf Technologie, sondern auf Vertrauen. Daher spielt es eine große Rolle wer der Dienstanbieter ist, in welchem gesetzlichen Rahmen er agiert und nach welchen Werten er handelt (nicht welche er sich auf die Fahne schreibt). Der Standort des Unternehmenssitzes, oft auch der Entwickler und der Standort der Server (und damit Daten) spielt dabei eine Rolle. Der Standort der Server kann Einfluss auf das geltende Datenschutzrecht haben, daher sollter dieser am Besten in der EU oder Deutschland sein. Durch die Netzwerkeffekte (jeder nutzt nur die Dienste die auch andere nutzen) ist die Monopolbildung im Internet schon weit fortgeschritten und vier große Unternehmen haben fast alles infiltriert was es in unserem digitalen Leben gibt, wie Scoot Galloway in diesem TED Talk vorstellt. Hier nur mal eine Auflistung welche Unternehmen dazu gehören:

Man unterstützt also ganz massiv den Kapitalismus des 21. Jahrhunderts den Datenkapitalismus, wenn man Dienste von großen Tech Unternehmen und damit proprietäre Software nutzt. Im ersten Fall durch Werbung, quasi die Prospekte und damit der größte Müll im Digitalen, die überall auf Websites und in Social Media Feeds platziert wird. Die Produkte die da beworben werden sind dann in der Regel auch nicht nachhaltig.

Man sollte außerdem immer daran denken, dass jederzeit ein Dienst oder Produkt was ihr gerne nutzt und damit auch Daten von solchen großen Unternehmen aufgekauft werden können.

Backdoor

Falls der Quellcode nicht offen ist, also nicht OpenSource und zweifel an dem Vertrauen in ein Unternehmen besteht, dann ist es wahrscheinlich, dass Unternehmen backdoors also „geheime“ Hintertüren einbauen. Damit kann der Hersteller Dinge machen kann, von denen der Nutzer nichts weiß. Bspw. Nachrichten mitlesen, Daten kopieren und anderweitig versenden, Verhalten ausspionieren etc. Dienste deren Quellcode nicht offen ist, die aber dennoch Ende-zu-Ende Verschlüsselung anbieten, können daher dennoch Backdoors implementiert haben. hust …WhatsApp… hust

Nachhaltigkeit im Digitalen

So wie wir in realen konsumieren sollten, sollten wir auch im digitalen konsumieren. Nach dem Buch „Smarte Grüne Welt“ sind dafür drei Prinzipien wichtig, die ihr in folgender Abbildung sehen könnt:

Sanfte Digitalisierung

Technologie ist nicht per se die Antwort auf übermäßigen Ressourcenverbrauch. Sie können diesen sogar vorantreiben, wenn man sie unreflektiert einsetzt. Daher gilt immer so wenig Digitalisierung wie möglich und nur so viel wie nötig.

Kriterien für die Beschaffung / Nutzung

Dienstleister

  • Erfahrung mit Open-Source Software, Nutzung von freier Software intern (Betriebssystem, installierte Software) sowie in Kundenprojekten, lokal wie in der Cloud
  • Grünstromvertrag des Unternehmens
  • die verwendeten Rechenzentren sollten mit 100% erneuerbare Energien versorgt sein.
  • Engagement im Bereich freie Software, z. B. Organisation/Teilnahme in NGOs im Kontext freier Software oder Organisation von Events/Treffen
  • Falls zutreffend: Selbst entwickelte Software wird unter einer freien Lizenz veröffentlicht
  • Erfahrung mit Standard-Tools für Entwicklung im Open Source Kontext: Git, Linux, …
  • Regelmäßige finanzielle Unterstützung/Spenden an freie Software Projekte

Hosting

Hardware

  • nutzen was man schon hat, gebraucht kaufen,…
  • Produkte mit Umweltzeiten sollten bevorzugt beschafft werden, wie: Blauer Engel, Umweltzeichen, EnergyStar, FSC, naturePlus, EU ecolabel,…
  • Möglichst lokale Produktion inkl. möglichst lokale Zulieferkette

Beispiel zu Emissionen bei Video-Konferenzen

Wieviele Gigabyte Daten erzeugen wir pro Stunde in einer Videokonferenz?

2,5mb * 10 Teilnehmer*innen zum quadrat * 60 Minuten / 1000 → GB/Std

  • Upload und Download Datenmenge bei Teilnahme für einmal Audio / Video etwa 2,5MB pro Minute
  • Anzahl der Teilnehmer zum quadrat nehmen, weil Audio/Video zu jedem einzelnen anderen Teilnehmer übertragen werden muss
  • mal 60 damit wir auf eine Stunde kommen, kann man besser rechnen
  • durch 1000 damit wir Gigabyte (GB) und nicht Megabyte (MB) haben

Man kann für den Energiebedarf grob damit rechnen, das bei einem kabelgebunden Internetanschluss für 1GB Daten 7,8kg Co2 emmitiert werden (mobil ca. 5x so viel).

Bei einer 6h Konferenz mit 20 Teilnehmern macht dass beispielsweise ca. 2,8 Tonnen Co2.

Beispiel zu Emissionen bei Streaming

Streaming verbraucht je nach Zugriffsbedingungen ca. 0.025-0.23kWh Strom pro Gigabyte. In Deutschland hatten wir 2019 beim bundesweiten Strommix Emissionen von 401 Gramm CO2 pro kWh Strom. Das macht auf Grundlage dieser Zahlen (mal 0.2kWh pro GB angenommen) bei einer Übertragungsdauer von insgesamt 5h und Streaming bei Auflösung 1080p 30 fps (Annahme 4000 kB/s ähnlich bei Youtube) insgesamt 72 GB Daten und damit 72 GB mal 0,20 kWh/GB macht 14,4 kW/h und damit 5,8 Kilogramm CO2 pro Zuschauer. Anhand der Zugriffszahlen, kann man mal schätzen es sind ca. 2000 Menschen im Schnitt die durchgängig dran bleiben, das sind dann 11600 kg CO2 Emissionen insgesamt pro 5h Übertragungsdauer. Natürlich sind solche Rechnungen von vielen variablen Abhängig, aber es zeigt wie schnell man die Klimaauswirkungen unterschätzt.

Einordnung von bekannten Tools

  • Natürlich kenne ich nicht alles was es gibt und kann auch nicht alles was ich kenne aufschreiben, aber ich versuche mal ein vollständiges Bild zu zeichnen, was die meisten Produkte umfasst. Ich mache dies geordnet von sehr empfehlenswert nach besser Finger weg 🙂

Vielleicht ist diese Liste etwas anders als manche Liste die aus rein aus der IT Sicherheitsperspektive schaut, aber genau das ist mein Ziel, das ist eine nachhaltige Einordnung also der Versuch soziale (OpenSource, Ende-zu-Ende Verschlüsselung,…), ökologische (Energiebedarf, Ressourcenschonung,…) und ökonomische (faire Preise, kein Tracking / Verkauf von Daten,…) Faktoren miteinzubeziehen.

Folgende Emojis werden für besondere gute Qualitätskriterien vergeben:

  • ⚡️ Ökostrom für Dienste & Server
  • 🧑‍💼 Nachhaltiges Geschäftsmodell bspw. Genossenschaft oder Postwachstumsansatz
  • 🔏 Ende-zu-Ende Verschlüsselung
  • 📖 OpenSource (kann meist selbst gehostet werden)
  • ⛔️ kein Tracking von Nutzerverhalten / Verkauf von Daten an Drittanbieter

Die meisten Instant Messenger bieten auch die Möglichkeit 1:1 oder Gruppen (Video)Anrufe zu tätigen und werden daher nicht auch als Videokonferenztool benannt. Ich habe alle Angaben so gut es geht recherchiert bzw. aus meinem eigenen Erfahrungsschatz zusammenvergebe keine Emojis wenn ich etwas nicht sicher weiß. Die Links zu den Diensten sind jeweils bei den Namen verlinkt. Falls jemand Anmerkungen oder Hinweise für Korrekturen hat, dann gerne per Mail.

👍 Empfehlenswert

  • Signal [Instant Messenger, VideoChat, Screensharing] 📖🔏🧑‍💼⛔️
  • Matrix Server / Riot [Team Messenger] 📖🔏🧑‍💼⛔️
  • Etherpad bspw. von FairApps / Liste mit weiteren Servern [kollaborative Textbearbeitung] 📖⚡️🧑‍💼⛔️
  • RocketChat [Team Messenger] 📖⛔️
  • FairApps [Office Suite, Messenger, gesamte Gruppen / Projekt Abwicklung, Microwebsite] 📖⚡️🧑‍💼⛔️
  • WeChange [gesamte Gruppen / Projekt Abwicklung, Microwebsite] 📖⚡️🔏🧑‍💼⛔️
  • Mattermost [Team Messenger] 📖🔏⛔️
  • Nextcloud 📖🔏🧑‍💼⛔️
  • Wire [Instant Messenger] 📖🔏🧑‍💼
  • Jitsi Meet – Bevorzugt fairmeeting.net 📖⚡️🧑‍💼⛔️ oder hier weitere Server [Video/Telefon Konferenz] 📖🧑‍💼 (bei 2 Teilnehmern > 🔏)
  • Big Blue Button [Video/Telefon Konferenz ab 30 Personen] – die Instanz von Fairapps: fairteaching.net 📖⚡️🧑‍💼⛔️
  • Jami [Videokonferenztool] 📖🔏🧑‍💼‍⛔️
  • Cryptpad [Webbasierte OfficeSuite]🧑‍💼⛔️
  • OpenOffice [OfficeSuite]📖🧑‍💼
  • Terminplaner Deutsches Forschungsnetz e.V. [(Termin)Umfragen]
  • Posteo [Email Anbieter] 🔏🧑‍💼⛔️
  • BioHost [Web Hosting] ⚡️
  • Hostsharing eG [Webhosting]⚡️🧑‍💼
  • Mastodon [Soziales Netzwerk] 📖🧑‍💼⛔️
  • Tor / Onion Browser [Webbrowser] 📖🧑‍💼⛔️
  • Firefox (Sicherheitseinstellungen streng und uBlock Origins Addon installieren) [Webbrowser] 📖🧑‍💼(⛔️)
  • Opera [Webbrowser] 📖🧑‍💼(⛔️)
  • Excalidraw 📖🔏🧑‍💼⛔️
  • Taiga.io [Projektmanagement/Aufgabenverwaltung] 📖🧑‍💼
  • AFB An- und Verkauf für gebrauchte Elektronik 🧑‍💼
  • Media CCC [Videoplattform] 📖🔏🧑‍💼⛔️

👎 Nicht Empfehlenswert maximal als Notlösung

  • Jitsi Instanz von jitsi.meet, [Video/Telefon Konferenz]📖
  • IONOS Hosting ⚡️
  • iMessage/Facetime [InstantMessenger] ⚡️🔏
  • Trello [Projektmanagement/Aufgabenverwaltung]
  • Threema [InstantMessenger] 🔏
  • Safari (alle Cookies blockieren und Crosssite Tracking verhindern) [Webbrowser]⚡️
  • Chromium [Webbrowser] 📖
  • Brave [Webbrowser] 📖
  • Vimeo [Videoplattform] 🧑‍💼

🤬 Besser Finger Weg 🖕

  • WhatsApp [InstantMessenger] (🔏) – kopiert gesamten Kontaktbuch und verschneidet Daten mit Daten von Facebook
  • Google Hangouts [Video/Telefon Konferenz]
  • Zoom [Video/Telefon Konferenz]
  • Facebook [Soziales Netzwerk]
  • Microsoft Teams [Team Messenger]
  • Google Chrome [Browser]
  • YouTube [Videoplattform]
  • Instagram [Soziales Netzwerk]
  • WeTransfer [CloudSpeicher]
  • Google Drive & Foto [CloudSpeicher]
  • Microsoft OneDrive [CloudSpeicher]
  • Google Docs [Webbasierte OfficeSuite]
  • iCloud Fotos & Drive [Cloudspeicher]
  • Slack [Team Messenger]
  • Telegram [Instant Messenger] 📖

 

Zoom

Besonders weil viele aus der Klimabewegung momentan auf Zoom setzen hier ein extra Abschnitt. Finger weg – für Zoom geht es nur um Profit und ihr und jeden den ihr in ein Zoom Meeting einladet seid die Produkte die verkauft werden. Besonders wenn ihr öffentliche Veranstaltungen macht und einfach über einen Zoom Link einladet, dann hat jeder eurer Gäste mit dem Klick auf den Link bereits dem Nutzungsvertrag mit Zoom zugestimmt und das uninformiert. Es ist, besonders weil mit den verschiedenen Jitsi angeboten Alternativen vorhanden sind, dringend von der Nutzung abzuraten, wie ihr auch gerne hier weiterlesen könnt:

Was wäre ein guter Satz Tools für mich / meine Organisation?

  • Signal als [Instant Messenger] für die Kommunikation mit Familie, Freunden und Kollegen 1:1 und in kleinen Gruppen
  • Mattermost / RocketChat / Matrix&Riot als [Team Messenger] für die Arbeit, im Verein oder in einer Initiative
  • Big Blue Button als [Telefon-/Videokonferenztool] für alle online Meetings z.B. von www.fairteaching.net oder www.senfcall.de
  • Mailbox als Email Anbieter oder falls vorhanden im Webhosting integriert
  • WeChange, Cryptpad, FairApps als [Projektmanagementtool, Office Suite etc.]
    wenn man einen Online Speicher braucht dann Nextcloud zur gemeinsamen Dokumentenablage

Bei den Sachen die ihr selbst hostet oder hosten lasst achtet auf CO2 neutrales oder Öko Hosting bspw. von BioHost.

Wenn man Youtube Videos Privatsphäre wahrend und viel Datensparsamer anschauen und verlinken möchte, kann man Invidio.us nutzen. Das geht wie folgt:

  1. Youtube Link heisst im Orginal so: https://www.youtube.com/watch?v=_HBTCs8h_ZE
  2. Dann ist der Invidio Link daten- und ressourcensparsam folgend: https://www.invidious.snopyta.org/watch?v=_HBTCs8h_ZE  (Also ein einfach www.youtube.com durch www.invidious.snopyta.org  ersetzen)

Die Einrichtung und das Zurechtfinden mit neuer Software ist vielleicht schwierig, aber holt euch dafür Hilfe – entweder aus der Open Source Community oder aus eurem Umfeld. Menschen die sich mit solcher Software auskennen sind meist sehr freundlich und beißen weniger als die großen Unternehmen wie Facebook, Google & Co. 🙂

Für das private Umfeld hier noch eine Übersicht nur für Messenger mit ihren Vor- und Nachteilen:

Schlussworte

Unsere Hauptorientierung im Handeln bieten uns immer die Leitprinzipien für eine zukunftsfähige Digitalisierung: Digitale Suffizienz, konsequenter Datenschutz und Gemeinwohlorientierung aus dem Buch Smarte grüne Welt? (2018) Lange & Santarius.

Ich wünsche mir, dass wir auch im Digitalen alle immer mal Inne halten bevor wir etwas konsumieren und reflektieren. Konsumieren im digitalen ist viel beschleunigter und beginnt bereits beim Öffnen einer Website, geht bis zur täglichen Nutzung von Messengern oder dem Bezahlen für Abonnements bei Diensten.

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Quellen

Bücher:

Lange & Santarius – Smarte grüne Welt? (2018)
Harald Welzer – Die smarte Diktatur: Der Angriff auf unsere Freiheit. (2016)

Webquellen: